Wer hätte ihn nicht gerne, den flachen und durchtrainierten Bauch. Nur wünschen alleine hilft nichts. Ein kurzer Maßbandtest in Höhe des Bauchnabels und es ist sofort klar, Bauchfett ja oder nein!

Bei Frauen soll die Grenze von 88 cm nicht überschritten werden und bei Männer sind es 100 cm. Zeigt die Messung mehr an, liegt der Verdacht nahe, zu viel gefährliches Bauchfett eingelagert zu haben.

Was macht Bauchfett so gefährlich?

Im Gegensatz zu den Fettablagerungen an den Extremitäten, ist das angelagerte Fett am Bauch ein hohes Gesundheitsrisiko. Wobei hier hauptsächlich nicht das Fett gemeint ist, welches jeder an seinem Bauch greifen kann. Vielmehr das innere Bauchfett, die Depots zwischen den Organen. Bis zu einem gewissen Maß dienen diese als Schutz und Polster.
Bei zu viel aber, werden dort Hormone und Entzündungsfaktoren gebildet und in den Blutkreislauf abgegeben. Diese begünstigen dann Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gefäßverengungen oder Verschlüsse, Diabetes und sogar Krebserkrankungen. Eine weitere Begleiterscheinung ist ein typischer Teufelskreis: das Hormon Leptin setzt Hungergefühle aus und der Bauchumfang nimmt weiter zu.

Frau bekommt Bauch weg durch Cardio

Abnehmen am Bauch durch Ausdauertraining

1. Dem Bauchfett den Kampf ansagen

Der erste Schritt ist und bleibt die Ernährung. Niemand soll natürlich auf sein Lieblingsessen verzichten. Ein Sommer ohne Eis, was für ein schrecklicher Gedanke. Wie immer, die Menge macht den Erfolg. Wir müssen wieder lernen, auf unseren Körper zu hören! Essen ist Genuss und Nährstofflieferant! Ganz bestimmt nicht Seelentröster, Kummerkasten oder Lückenfüller.

2. 3 oder 5 Mahlzeiten

Die Regel, immer wieder Zwischenmahlzeiten zu sich zu nehmen, ist für einige sehr sinnvoll, Diabetiker zum Beispiel. Die meisten aber nehmen dadurch mehr Kalorien zu sich als nötig! Wer kann denn auch wirklich genau sagen, was jetzt eine kleine Portion ist? Besser ist es, mindestens 5 Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten einzuhalten. Jetzt kann durch die Insulinpause eine Fettverbrennung stattfinden.
Es gibt auch Untersuchungen, dass Menschen, die das Frühstück einfach sausen lassen, die Tendenz haben, dann im Laufe des Tages mehr zu sich zu nehmen als mit Frühstück. Wenn eine Mahlzeit weglassen, dann die am Abend.

3. Keine leere Nahrungsmittel zu sich nehmen

Allen voran Getränke mit hohem Zuckeranteil, Fast Food oder andere Fertiggerichte besitzen eine sehr niedrige Nährstoffdichte und bilden bereits nach kurzer Zeit wieder ein Hungergefühl. Anstatt wertvolles an den Körper weiter zu geben sind sie voll mit nutzlosen Kalorien. Wenn der Drang aber doch so groß ist, dann einen „Ausnahmetag“ einführen! Ein Tag, an dem es total egal ist, was gegessen wird!

4. Finger weg von Pillen, Pulvern und sonstige Versprechungen

Keine Tablette der Welt lässt das Fett von alleine schwinden. Einzig und allein eine logische Rechenaufgabe steht im Vordergrund: eingenommene Kalorien < verbrannte Kalorien.

5. Ziele stecken und genau dokumentieren

Jedes Jahr am 01.01. steht der da der Satz: Ich will dieses Jahr abnehmen. 80% aller Vorsätze scheitern spätestens Fasching oder Ostern. Ein genaues Ziel muss her!
Umfang am 01.01.: 103 cm.
Ziel am Geburtstag 06.09.: 92 cm.

6. Verbrennung erhöhen durch veränderte Alltagsrituale

Viele kleine Dinge jeden Tag erhöhen ganz schnell den Kalorienverbrauch:

  • den Aufzug ignorieren und die Treppe benutzen
  • Muskelanspannungsübungen in der Warteschlange
  • kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Rad
  • Shoppen
  • Fußballspielen mit dem Nachwuchs

7. Klassisches Ausdauertraining

Egal ob Schwimmen, Radfahren, Laufen oder Walking, Ausdauertraining ist Fettverbrennung pur. Hier ist auch wieder wichtig! Regelmäßigkeit! Und zwar mindestens 3 mal die Woche und mindestens 30 Minuten. Und der zweite ganz wichtige Faktor, nicht zu schnell, immer im Fettverbrennungsbereich bleiben. Wenn eine Unterhaltung noch möglich ist, dann wird Fett verbrannt.

8. Gezieltes Bauch-Programm

In einem Sportstudio können unter Aufsicht ganz gezielte Bauchübungen gegen das Bauchfett ankämpfen. Wer keine Studios mag, dem bleiben VHS-Veranstaltungen, Sportvereine oder eben das eigene Wohnzimmer. Sogar Online-Sportstudios bieten ihre Dienste für zu Hause an. Yoga, Pilates, Stretching usw. die Möglichkeiten sind unendlich. Aber warum kompliziert? Ein Hula Hoop-Reifen ist ein wahres Wundermittel für die Körpermitte.

9. Bauch weg tanzen

Für alle, die kein Studio besuchen wollen und sich nicht im Wohnzimmer auf eine Gymnastikmatte strampeln wollen, gibt es die Möglichkeit, Fett einfach weg zu tanzen. Egal ob Standard, Zumba, lateinamerikanisch oder Bauchtanz! Die Hauptsache ist, regelmäßige Bewegung. Der Spaßfaktor dabei ist auch nicht zu unterschätzen. 10 Minuten Lachen sind 50 Kalorien!

10. Stress abbauen

Bewegungsmangel und eine zu große Menge Nahrungsmittel bzw. falsches Essen ist für zu viel Fett am Körper verantwortlich, dies ist soweit klar. Aber, dass Stress ein ebenso großes Risiko bedeutet, ist lange nicht beachtet worden. Bei Stress bildet sich Cortisol im Körper, zu vergleichen mit Kortison. Verantwortlich für Stammfettsucht. Eine Kombination aus diesen drei Komponenten: Bewegungsmangel, zur viele wertlose Kalorien und Stress ist der Baustein für einen dicken Bauch. Bauchfett reduzieren beginnt also bereits im Kopf, weniger Sorgen, Erholung einbauen und Stress reduzieren. Es gibt immer eine Möglichkeit, sich zumindest kleine Freiräume zu schaffen.

Wenn es dann geschafft ist, also der Bauch ist weg, ja dann kommt der schwierige Teil!

Jetzt heißt es:

  • im Training bleiben
  • der gesunden Ernährung treu bleiben
  • Alltagsumsatz erhöhen
  • ungesunde Nahrung selten aber bewusst essen

Dann steht einem flachen und gesunden Bauch nichts mehr im Wege.